Zum Tod eines deutschen Arztes...

Wenn man deutsche Nachrichten hört, in denen eine Katastrophe angesagt wird, klingt es wie folgt: In ‚Irgendwo' ist ein Flugzeug abgestürzt, alle Insassen kamen ums Leben, aber Deutsche waren nicht dabei...Oder: Vermutlich wird es bei dem Lawinenunglück auf dem Berg ‚Sowieso' ein deutsches Opfer geben. Niemand weiß von seinem Verbleib! Bis jetzt wurden 10 Tote geborgen... Immer also sind es die Deutschen, deren Leid und Unglück ja doch schlimmer ist als das aller anderen ... Bei Untaten hingegen - siehe im neuen NS-Prozess in Italien - gab es gar keine Deutschen, vielmehr waren es die bösen Nazis, die SS usw., deren Herkunft aus dem undefinierbaren Weltall stammt, und diese sind und waren nicht die guten Väter/Mütter, Onkel/Tanten, Großväter/Großmütter bzw. Herr/Frau XY!

So ist ja auch nicht verwunderlich, welch große Wellen der Tod des Arztes schlug, der in Deutschland geboren ist, studierte, dort auch mal verheiratet war und seine 5 Kinder samt Frau in Deutschland zurückließ - der nach Israel zog, um den Feinden Israels mit Rat und Tat zu helfen! Hier gründete der inzwischen 68jährige Mann vor 19 Jahren eine Familie, aus der 3 Kinder von 17, 15 und 10 Jahren hervorgingen. Wie ich aus den deutschen Medien erfuhr, die ich auch im Internet durchstöberte, waren es "vermutete Opfer" bzw. "schreiende Opfer" bzw. "nach Hilfe rufende Nachbarn". bzw. "Unbekannte, die an seine Tür klopften und Hilfe bei dem deutschen Arzt suchten" usw. ..... ließ angeblich seine palästinensische Frau Norma wissen, je nach Insider-Information der Berichterstatter.

Dass die Familie des Arztes angeblich unter der Treppe saß, weil sie keinen Keller hatte, wo sie Schutz suchen konnte, ist nicht weiter zu dramatisieren. Ich schätze, mehr als 95 % aller Häuser in Israel haben keinen Keller wegen des felsigen Bodens! (Ich selber wohne in einem 6-stöckigen Haus, das ebenfalls keinen Keller hat!)

Dass also die deutschen Medien sich auf den Tod des deutschen Arztes wie die Geier stürzten, ist verständlich! Solch gute Gelegenheit - ein aus den eigenen Reihen Getroffener, von eigenem, deutschen Fleisch und Blut - dessen Blut angeblich von Juden vergossen wurde, ergibt sich nicht allzu oft...

Dass ein Arzt wissen müsste, dass man, solange geschossen wird, nicht herausgeht, sei dahingestellt...(Es würde sich ja auch kein Arzt im Nürburgring auf die Rennbahn wagen - trotz allen Unglücks bei Unfällen - bevor diese nicht abgesichert ist.) Sollte der Arzt nicht die Fähigkeit gehabt haben, Geschosse und Hubschraubergeräusche zu hören und die verursachten Lichter in der dunklen, stillen Nacht (23.30 h) zu sehen, dann bleibt immer noch die Frage offen: Wie weit ist er anders zu beurteilen als jeder andere Bewohner Beit Dschalas, da er ja dort lebte, seine Familie hatte und Deutschland sowie seiner deutschen Familie den Rücken gekehrt hatte.

Weshalb also verlangt der total entsetzte und schockierte Joschka Fischer z.B. eine Untersuchung? Gehörte der Arzt zur deutschen Botschaft oder zum Geheimdienst, dass dies von deutscher Seite berechtigt und erforderlich erscheinen könnte? Oder war es vielmehr der von Dr. Fischer vor einem Vierteljahrhundert gefasste Entschluss, eine neue Heimat zu wählen, wo er sich niederließ und nach deren Regeln lebte. Das beweist ja auch seine sehr typisch palästinensische Beerdigung! Dies sollte die Weltgemeinschaft und besonders die deutsche wie auch die christliche Welt zur Empörung und deren so friedliches Blut zum Kochen bringen. Deshalb benutzten sie für die Einhüllung seines Körpers neben der palästinensischen auch die deutsche Flagge und die wohlbekannte Arafat-Kopfbedeckung, die sehr gut zu seinem arabischen Bart hinzupasste. Bei diesem Medienspektakel, das neben politischer Show auch die religiösen Motive beinhalten sollte, trugen die Teilnehmer zahlreiche Kruzifixe, Kreuze und deutsche Flaggen neben der palästinensischen, sowie Spruchbänder und Kalaschnikows! Doch nicht nur ‚heilige' Gebete wurden von den 30 Geistlichen, die vorangingen, gesprochen wie auch von der frommen Trauergemeinde! Auch Sprüche wie z.B. "Christen und Moslems, wir alle sind gegen die israelische Aggression"! ertönten aus den brüllenden, kriegerisch aufgepeitschten Gemütern der so tieftraurigen Horde.

Unter anderem wurde das Haus der Schwiegereltern und auch einige andere Häuser in derselben Nacht durch die Beschüsse des israelischen Militärs zertrümmert, da sie Stützpunkte waren, von denen aus seit 6 Wochen fast täglich Gilo, der südliche Beginn Jerusalems mit 45.000 Einwohnern beschossen wird! In Beith Dschala leben nicht nur friedliche Christen - wo auch u. a. der von den deutschen (und anderen) sensationshungrigen Medien sowie der von der palästinensischen Willkür aufgestylte, israelfeindliche, neupalästinensische deutsche Arzt gewohnt hatte. Dort wird aus scheinbar christlicher Nächstenliebe auch den Terroristen der Hamas, des Dschihad und der Fatah Unterschlupf gewährt, um von dort aus den Häusern und von den Flachdächern auf Juden und ihre Häuser zu schießen. Diese Tatsache ist weder neu noch unbekannt.

Gewiss kann man Israel nicht zumuten, die Rolle des Aschenputtels zu übernehmen und im Eifer des Gefechts auch noch zu sortieren nach friedlichen und nach bösen Palästinensern, nach einheimischen und nach Gast-Mördern!

Für mich weist die momentane Situation darauf hin, dass die Welt, um die eigene ausweglose Situation nicht zu sehen zu müssen, Sehnsucht hat nach Action und nach Geschichten wie der von Robin Hood oder wie von David und Goliath! Auch diesmal ist leicht zu erkennen, dass der ‚Robin Hood' nur die terroristische räuberische Mörderbande ist und in der Geschichte von David und Goliath die Rollen in der Tat gerade umgekehrt verteilt sind! Die Palästinenser werden als David und Israel als Goliath hingestellt, was keineswegs zutreffen kann angesichts des 650 Mal größeren arabischen Territoriums.

Der Welt, die ihre Sympathie nur scheinbar den angeblichen Opfern Israels zuteilt, der christlichen Welt wie auch allen anderen, ist das Schicksal der Araber bzw. Palästinenser wurst-egal. Dennoch ist er gut zu kaschieren - der stets latente Juden- und Israel-Hass!

Aber auch das ist nicht neu, weil G"TT dies verheißen hat vor einigen tausend Jahren, siehe unter anderem

Sacharja 12,2-6.9
"Siehe, ich will Jerusalem zum Taumelbecher zurichten für alle Völker ringsumher, und auch Juda wird's gelten, wenn Jerusalem belagert wird. 3 Zur selben Zeit will ich Jerusalem machen zum Laststein für alle Völker. Alle, die ihn wegheben wollen, sollen sich daran wund reißen; denn es werden sich alle Völker auf Erden gegen Jerusalem versammeln. 4 Zu der Zeit, spricht der HERR, will ich alle Rosse scheu und ihre Reiter irre machen, aber über das Haus Juda will ich meine Augen offen halten und alle Rosse der Völker mit Blindheit plagen. 5 Und die Fürsten in Juda werden sagen in ihrem Herzen: Die Bürger Jerusalems sollen getrost sein in dem HERRN Zebaoth, ihrem Gott! 6 Zu der Zeit will ich die Fürsten Judas machen zum Feuerbecken mitten im Holz und zur Fackel im Stroh, dass sie verzehren zur Rechten und zur Linken..... 9 Und zu der Zeit werde ich darauf bedacht sein, alle Heiden zu vertilgen, die gegen Jerusalem gezogen sind."

Jerusalem, 18.11.2000